Nachhaltigkeits-, Energie- und Förderberatung: Zertifizierung, Simulation, Ökobilanz und Förderung für Ihr Projekt
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Lebenszyklusanalyse für Neubau, Sanierung und Bestand

Ökobilanz für Gebäude

Die graue Energie eines Gebäudes sichtbar machen, solange sich Konstruktion und Materialien noch ändern lassen.

Eine Ökobilanz nach DIN EN 15978 bilanziert Treibhauspotenzial und Primärenergie eines Gebäudes über 50 Jahre, von der Herstellung bis zum Rückbau. Sie ist Pflichtbestandteil von DGNB, BNB und QNG und entscheidet beim QNG über die Förderstufe.

Wir haben mehr als 50 Ökobilanzen erstellt, für Wohn- und Nichtwohngebäude, im Neubau und im Bestand. Die Bilanz entsteht im selben Team wie Lebenszykluskosten und Simulationen, damit Varianten ökologisch und wirtschaftlich zugleich bewertet werden.

Zuletzt überarbeitet am 22. September 2026

50+

erstellte Ökobilanzen für Wohn- und Nichtwohngebäude

50

Jahre Betrachtungszeitraum je Bilanz

24

kg CO2 je Quadratmeter und Jahr, Grenzwert QNG Plus für Wohngebäude

1

Modell, ausgewertet für DGNB, BNB, QNG, LEED und Taxonomie

Anwendungen

Eine Norm, fünf Nachweise

Die Norm ist dieselbe, die Rechenregeln unterscheiden sich je Nachweis. Bilanzgrenzen, Bezugsfläche und Bewertungsmaßstab werden vorab festgelegt.

Wir bauen ein Modell und werten es für jeden geforderten Nachweis aus.

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Ökobilanz für die DGNB

Die Bilanz ist in jeder Neubauzertifizierung Pflicht. Bewertet wird nicht nur das Ergebnis, sondern auch, wie früh es in die Planung eingeflossen ist.

Kennwerte der Ökobilanz

Die Ökobilanz liefert mehrere Umweltindikatoren. Für Zertifizierung und Förderung stehen zwei im Vordergrund: das Treibhauspotenzial und der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf.

Beide werden auf Quadratmeter und Jahr bezogen, damit Gebäude unterschiedlicher Größe vergleichbar sind.

Lebenszyklusphasen nach DIN EN 15978
Modul Phase Inhalt
A1 bis A3 Herstellung Rohstoffe, Transport zum Werk und Produktion der Baustoffe
B4 Austausch Ersatz von Bauteilen innerhalb des Betrachtungszeitraums
B6 Betrieb Energiebedarf für Heizung, Kühlung, Warmwasser und Hilfsenergie
C3 und C4 Entsorgung Abfallbehandlung und Beseitigung am Lebensende
D Gutschriften Potenziale aus Recycling und Energierückgewinnung, getrennt ausgewiesen

Grenzwerte des QNG

Beim Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude entscheidet die Ökobilanz über die Förderstufe. Für Wohngebäude gelten die festen Grenzwerte in der Tabelle.

Für Nichtwohngebäude wird der Grenzwert individuell berechnet, aus Nutzung, Flächen und Gebäudekennwerten. Wir übernehmen diese Berechnung und führen den Nachweis gegen den ermittelten Wert. Mehr unter QNG Ökobilanz Nichtwohngebäude.

Anforderungen an Wohngebäude je Quadratmeter und Jahr
Niveau Treibhauspotenzial Primärenergie nicht erneuerbar
QNG Plus höchstens 24 kg CO2-Äquivalent höchstens 96 kWh
QNG Premium höchstens 20 kg CO2-Äquivalent höchstens 64 kWh

Ablauf in fünf Schritten

Eine Ökobilanz ist kein einmaliger Nachweis, sondern wächst mit der Planung. Ihr Wert liegt in den ersten beiden Schritten.

Wir begleiten alle fünf Schritte mit einem festen Ansprechpartner, auch gegenüber der Prüfstelle.

  1. 01 Zielsystem und Rechenregeln

    Wir klären, für welchen Nachweis die Ökobilanz gebraucht wird, etwa DGNB, BNB, QNG, LEED oder EU-Taxonomie. Daraus ergeben sich Bilanzgrenzen, Bezugsfläche, Betrachtungszeitraum und Datenbasis.

  2. 02 Erste Bilanz in der Vorplanung

    Auf Basis von Flächen, Konstruktionsprinzip und Energiekonzept entsteht eine erste Bilanz. Sie zeigt, wo das Gebäude gegenüber Grenz- und Referenzwerten steht und welche Bauteile den größten Anteil haben.

  3. 03 Varianten vergleichen

    Tragwerk, Fassade, Dämmstoffe und Haustechnik werden in Varianten gerechnet. Die Ergebnisse gehen als Treibhauspotenzial je Quadratmeter und Jahr direkt in die Planungsentscheidung ein.

  4. 04 Fortschreibung mit der Planung

    Mit Entwurf und Ausführungsplanung werden Mengen und Produkte präziser. Wo Umweltproduktdeklarationen vorliegen, ersetzen sie generische Datensätze.

  5. 05 Nachweis und Dokumentation

    Finale Bilanz auf Basis der gebauten Mengen und Produkte, aufbereitet im Format des jeweiligen Systems und der Prüfstelle.

Bestand und Sanierung

Im Bestand ist die graue Energie der vorhandenen Konstruktion bereits verbraucht. Eine Ökobilanz zeigt, wann Erhalt und Sanierung gegenüber Abriss und Neubau im Vorteil sind.

  • Abriss oder Erhalt. Vergleich über den gesamten Lebenszyklus.
  • Sanierungsvarianten. Dämmstandard und Technik gegen graue Emissionen abwägen.
  • Förderung. Nachhaltigkeitsklasse in der Sanierung mit Ökobilanz.
  • Taxonomie. Kennwerte für die Bewertung von Bestandsgebäuden.

Eine Datengrundlage

Die Bilanz des Bestands dient zugleich für ESG-Reporting und spätere Zertifizierungen.

Ökobilanz je System

Alle Systeme stützen sich auf dieselbe Norm, bewerten das Ergebnis aber unterschiedlich.

Ein sauber aufgebautes Modell lässt sich für mehrere Nachweise auswerten, ohne es neu zu rechnen.

System Bewertung Besonderheit
DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen Vergleich mit Referenz- und Zielwerten Pflicht in jeder Neubauzertifizierung
BNB Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen Vergleich mit Referenzwerten im Steckbrief Rechenregeln des Bundes, Prüfung über zugelassene Stellen
QNG Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude Einhaltung von Grenzwerten Fest für Wohngebäude, individuell berechnet für Nichtwohngebäude
LEED Leadership in Energy and Environmental Design Reduktion gegenüber einem Referenzgebäude Punkte im Bereich Materialien und Ressourcen

Projekte mit Ökobilanz

Mehr als 50 Ökobilanzen, viele davon als Grundlage für DGNB und QNG.

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QNG Plus

Wohnquartier Freude

Wiesbaden, Wohnquartier mit Förderung im Neubau.

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DGNB Gold

Drei Horizonte

Frankfurt am Main, Büroensemble.

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DGNB Gold

Kita Humes

Eppelborn, Bildungsbau.

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DGNB Gold

Hampton by Hilton

Konstanz, Hotelneubau.

Ökobilanz anfragen

Nennen Sie uns Gebäudetyp, Flächen, Projektstand und den Nachweis, für den die Bilanz gebraucht wird.

Sie erhalten eine Einschätzung zu Datenbedarf, Aufwand und Termin.

E-Mail
info@gb-dc.de
Telefon
+49 6196 58655 850
Anschrift
Alfred-Herrhausen-Allee 3-5, 65760 Eschborn
Erreichbarkeit
Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen zur Ökobilanz von Gebäuden. Für Ihr konkretes Projekt erreichen Sie uns telefonisch oder per E-Mail.

Was ist eine Ökobilanz für Gebäude?

Eine Ökobilanz, auch LCA genannt, erfasst die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen Lebenszyklus, von der Herstellung der Baustoffe über den Betrieb bis zum Rückbau. Die wichtigsten Kennwerte sind das Treibhauspotenzial und der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf.

Nach welcher Norm wird bilanziert?

Grundlage ist die DIN EN 15978 für Gebäude, die Daten der Bauprodukte folgen der DIN EN 15804. In Deutschland stammen generische Daten meist aus der Ökobaudat, produktspezifische aus Umweltproduktdeklarationen.

Welche Grenzwerte gelten für das QNG?

Für Wohngebäude liegt das Treibhauspotenzial bei höchstens 24 kg CO2-Äquivalent je Quadratmeter und Jahr für QNG Plus und 20 kg für QNG Premium. Der nicht erneuerbare Primärenergiebedarf ist auf 96 beziehungsweise 64 kWh je Quadratmeter und Jahr begrenzt. Für Nichtwohngebäude gibt es keine festen Werte, der Grenzwert wird für jedes Gebäude individuell berechnet. Diese Berechnung übernehmen wir.

Wann sollte die Ökobilanz erstellt werden?

In der Vorplanung. Dann lassen sich Konstruktion und Materialien noch beeinflussen. Eine Bilanz nach der Genehmigungsplanung dokumentiert meist nur noch das Ergebnis.

Wie lange ist der Betrachtungszeitraum?

Üblich sind 50 Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums werden auch Austauschzyklen einzelner Bauteile berücksichtigt, etwa bei Anlagentechnik oder Bodenbelägen.

Unterscheidet sich die Ökobilanz je System?

Ja. DGNB, BNB, QNG und LEED nutzen dieselbe Norm, unterscheiden sich aber in Bilanzgrenzen, Bezugsgrößen und Bewertungsmaßstab. Wir rechnen ein Modell und werten es für jedes System passend aus.

Kann ich die Ökobilanz einzeln beauftragen?

Ja. Viele Bauherren und Planungsbüros beauftragen die Ökobilanz ohne Zertifizierung, etwa für den QNG-Nachweis, die EU-Taxonomie, einen Wettbewerb oder eine interne Variantenentscheidung.